Donnerstag, 29. November 2007

Panem et circenses

Zu meiner Lieblingsbeschäftigung hier in Singapur zählt, mich über die scheinbar funktionierende Diktatur zu wundern.

Ein Beispiel sind die europäischen Preise, die hier in der Region einzigartig sind. Einige Dinge, wie Autos, Tabak oder Alkohol sind sogar viel teurer als bei uns.
Rühmliche Ausnahme: Das Essen. Das ist echt mal sensationell günstig.

Außerdem teilen alle Singapuris einen außerordentlichen Gefallen an Glücksspielen aller Art. Ich muss da mal wieder an meinen singapurischen Kommilitonen denken, der mich fragt, ob ich glaube, dass Bochum gegen Rostock gewinnt, weil er darauf ja noch 40$ setzen wolle. Eben bin ich an einer 50 Leute zählenden Schlange vor einer Lottoannahmestelle vorbeigekommen (höre, dass es bei uns gerade ähnlich zugeht, weil der Jackpot wieder nicht geknackt wurde ... hört einfach auf die Mathematiker und lasst es bleiben!).

Womit wird das Volk also ruhig gehalten? Brot und Spiele. Das kommt mir doch bekannt vor ...

Samstag, 24. November 2007

"The Beach"

Warum eigentlich in Singapur lernen, wenn das auch in Thailand geht?
Dachten sich Jens und ich Sonntag Abend und flogen Dienstag nach Phuket. Von dort sind wir dann am nächsten Tag nach Koh Pi Pi (nicht über verschiedene Schreibweisen wundern, davon gibt es wohl so viele, wie Sand an den wundervollen Stränden dort).
Der Film "The Beach" wurde dort gedreht. Ich weiß jetzt warum.
Bilder hier:
Koh Pi Pi

Spuren des Tsunamis waren kaum noch zu sehen. Lediglich Postkarten zeugen noch von dem Schrecken, den die Region Ende 2004 heimgesucht hat. Allerdings sind mir all die schrecklichen Bilder wieder ins Gedächtnis gekommen. Anfang des Jahres habe ich eine Seminararbeit über Tsunamifrühwarnsysteme geschrieben. Und ich bin echt froh und zuversichtlich, dass Technik in Zukunft solchen Bildern ein wenig Schrecken nehmen kann:

Freitag, 16. November 2007

Ach deshalb!

Jetzt wird mir so einiges klar ...

Mobiltelefon

Wo bin ich hier nicht überall gewesen? Was für Ecken habe ich nicht schon besucht, von denen der Reiseführer behauptet hat, dass man entweder sein Geld, seine Zähne oder sein Leben verliert. Und was passiert auf der Taxifahrt vom Flughafen nach Hause? Handy verloren!
Ärgerlich, war nämlich teuer. Alles Gezeter und Taxihotelinebeantworterinnen wahnsinnig machen half nichts. Jetzt habe ich ein billiges neues und ne neue Nummer, versteht sich. Zu erfragen bei mir.

Mittwoch, 14. November 2007

Projects, Projects, Projects

So, das erste Projekt ist fertig und vorgestellt. Der Prof. war sehr zufrieden. Da dieses Projekt das einzig Anschauliche ist, was ich hier fabriziert habe, gibt's hier ein kleines Präsentationsvideo (auch wenn ich zur Zeit der Entstehung der Clips am Flughafen war und deshalb nicht mit drauf):
video
für Alle, die wissen wollen, wie man so etwas macht, gibt es hier ein paar Infos.

Dienstag, 13. November 2007

Kong du Hong

Da steh' ich nun, ich armer Thor und bin so schlau, als wie zuvor.
Dafür hat sich die Reise echt gelohnt. Hong Kong ist im Prinzip wie Singapur, nur die Häuser sind alle noch mal etwas höher. Insgesamt hat die Stadt viel mehr Flair. Einfach toll.
Schaut euch am besten die Bilder mal an.

Hong Kong

Mittwoch, 7. November 2007

Car Insurance

Für meinen Trip nach Australien (Perth und Umgebung Mitte Dezember) hat sich was tolles ergeben: Ein Aussie, den ich hier kennen gelernt habe kennt Jemanden, der wiederum Jemanden kennt, dessen Auto gerade unbenutzt in Perth herum steht.
Nach einem kurzen Gespräch mit entsprechendem Wagenbesitzer war der Mietspreis besiegelt: 50 Bucks und ein paar Dosen deutsches Bier zur Begrüßung sind nicht viel mehr, als was ich bei einer Mietwagenfirma pro Tag bezahlen müsste. Eine Übersetzung für meinen Führerschein habe ich mir hier bei der Botschaft auch schon geholt.
Bleibt noch ein Problem: Der Wagenbesitzer hat keine Versicherung. Daher der Aufruf, an alle, die sich auskennen: Was kann ich da machen? Ich bräuchte nur einen Versicherungsschutz für acht Tage. Gibt es da was?

Hong Kong

Ab morgen bin ich mal wieder unterwegs. Treffe mich in Hong Kong mit Heike und Matze, die dort auf einer Hochzeit sind. Ich freu' mich schon wahnsinnig, vor allem darauf, bis Sonntag Abend mal die Projekte aus dem Kopf zu haben. Naja, vielleicht nehme ich mir doch besser noch was zum Arbeiten mit, denn alle vier Arbeiten müssen nächste Woche abgegeben werden und ich bin noch längst nicht fertig ...

Montag, 5. November 2007

Dragonboating

Damals auf dem Oktoberfest liefen viele Menschen mit Shirts durch die Gegend auf denen stand: 'German Dragons Singapore - deutscher Drachenbootclub'. Für mich war sofort klar: so ein Hemd brauche ich auch. Also schnell die Website gecheckt und mit meinem Lieblingsrumänen Alex dort vorbeigeschaut.
Und das tolle an diesem Sport ist: Es macht nicht nur körperlich so richtig fertig sondern unerwarteter weise auch noch richtig viel Spaß! Zusätzliches Schmankerl: Nach dem Samstagstraining gibt es von unserem Sponsor immer ein 20l-Faß frisches Paulaner - eine echte Kostbarkeit in Singapur.
Dieses Wochenende war jedenfalls mal wieder ein Rennen angesetzt, die Singapore River Regatta 2007. Ich als Noob habe zwar selbst nur zugeschaut, aber ein tolles Event war es allemal. Hier ein paar Bilder:
Singapore Dragon Boat Regatta 2007

Partey

Lukas hatte Geburtstag. Ich eigentlich Vorlesung.
...
Geendet ist das ganze nach einem superbem Abendessen im Brewerkz (Gruß an Red) am Riverside Point und einem Ständchen in der 'Arena' dann in dem unglaublichsten Laden, den ich je gesehen habe:


Während ich an der Schlange stand, fuhren wie in diesen Leinwandgeschichten ein Bugatti nach Ferrari usw. vor, um den Schlüssel einem weißbehemdeten Lakaien vor die Füße zu werfen und flux im VIP-Bereich zu verschwinden.
Wir sind dann an dem Abend auch mit dem Taxi statt mit der MRT nach Hause gefahren...